Anti-Flag/ The Unseen/A Wilhelm Scream/ Red Lights Flash – Elser Halle München – 05/04/06
Nach ihrer kleineren Europatour im Januar, kamen Anti-Flag im Mai wieder nach Europa und machten auch am 04.05.06 in München in der Elser Halle einen Stopp. Die Bands auf der Tour konnten sich wirklich sehen lassen, The Unseen, A Wilhelm Scream und Red Lights Flash, da konnte man schon fast von einem kleinen Festival sprechen.
Den Anfang an diesem Abend machten um Punkt 20Uhr die Österreicher von Red lights Flash. Leider war die Halle um dieses Zeit noch sehr leer, da sich die meisten Besucher noch draußen aufhielten, es gab keinen wieder Einlass, was ich immer noch nicht nachvollziehen kann. Für was verteilt man denn Stempel?? Aber Red Lights Flash liessen sich davon nicht beirren und legten eine wirklich sehr gute Show hin. Konnten sie mich sonst nicht so ganz überzeugen, gelang es ihnen an diesem Tage aber endlich. Sie zeigten sehr viel Spielfreude und spielten eine gute halbe Stunde. Ihr Set beendeten sie mit dem von der CD „Free“ stammenden Past Soul, meiner Meinung nach einer der besten Red Lights Flash Songs.
A Wilhelm Scream waren die nächsten an diesem Abend. Aber irgendwie wollten sie mir einfach nicht gefallen. Legten sie vor ein paar Monaten als Vorband von Lagwagon eine grandiose Show hin, fehlte diesmal einfach irgendwas. Vielleicht lag es auch am Sound, denn er klang bei ihnen auch nicht wirklich toll und beim Schlagzeug passte auch so einiges nicht. Vielleicht beim nächsten Mal.
Danach kamen dann endlich The Unseen, die Band, auf die ich den ganzen Abend wartete und zu meiner Überraschung auch ein Großteil vom Publikum. Die nun schon mehr gefüllte Halle war auch gleich bei den ersten Liedern voll dabei, sang lautstark mit und überall wurde getanzt. Sänger Mark suchte auch immer wieder den direkten Kontakt zum Publikum, indem er auf die Absperrung trat und bei fast allen Liedern den Refrain mit begeisterten Fans aus dem Publikum sang. Schade fand ich nur die Soungauswahl von Unseen, da fehlten mir doch ein paar ihrer starken Stücke. Nach 45 Minuten war dann leider auch wieder Schluss, und mit dem grandiosen „Scream out“ beendeten sie ihr Set. Aber alle Fans, die noch nicht genug hatten, konnten während des ganzen Abends noch mit der Band reden, da sie sich fast die ganze Zeit bei ihrem Merchstand aufhielten.
Anti-Flag waren dann die letzten an diesem Abend. Ich war skeptisch, was sie von ihrem im März erschienen Album „ For Blood and Empire“ alles spielen würden. Eröffnet wurde ihr Set mit dem altbekannten „Fuck Police Brutality“. Und man merkte schon, dass der Großteil auch nur wegen Anti-Flag da war, denn nun gab es kein Halten mehr. Alles in allem spielten Anti-Flag schon eine gute Show, doch an ihre alten Konzerte kam es meiner Meinung einfach nicht ran. Dafür war die Songauswahl einfach zu schlecht, im Großen und Ganzen. Denn anstatt viele von ihren starken alten Stücken zu spielen, spielten sie viele neue, meiner Meinung nach zu poppig artige Lieder à là „The Press Corpse oder „This is the end for you my friend. Die aber zu meiner Überraschung sehr gut beim Publikum ankamen. Beendet wurde ihr Set natürlich wie immer mit „Die for the government“, aber das spielten sie auch schon mal besser.
Alles in allem war es aber ein sehr sehr lustiger Abend, trotz der zu hohen Eintrittspreise von 19€ pro Karte, da waren die alten Anti-Flag Shows schon viel billiger.

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