Rocky Votolato – Orangehouse/Feierwerk – München 02/16/08

•Februar 19, 2008 • Keine Kommentare

Im Rahmen seiner ersten richtig längeren Europatour, fand der kleine aus Seattle stammende Rocky Votolato endlich auch seinen Weg ins eisig kalte München.

Im Vorprogramm hatte er die aus Schweden stammenden Yamon Yamon dabei.
Diese legten auch um kurz nach 9 Uhr schon los – leider bekam ich von dieser Band gar nichts zu sehen, da ich mich da gerade auf dem Weg zu meinem Interview mit Rocky Votolato befand.
Aber was ich so von andern Konzertbesuchern hörte waren sie nicht so berauschend, es klang wohl einfach zu sehr nach 0815!

Rocky Votolato betrat dann endlich gegen kurz nach 10 Uhr die Bühne, komplett alleine, nur mit Akustikgitarre und Mundharmonika bewaffnet!
Er legte auch gleich mit „Portland is leaving“ von seinem 2006 erschienenem Album Makers los und von dort an bis zum Konzert Ende – Gänsehautfeeling!
Man merkte sofort wie viel im seine Musik bedeutet, denn er lebte wirklich jeden einzelnen Song und somit hatte er das Publikum nach den ersten Tönen sofort auf seiner Seite!
Herr Votolato spielte eine schöne Mischung aus seinen letzten 3 Alben, und vor allem die Songs vom 2007 erschienenem The Brag & Cuss klangen akustisch einfach fantastisch.
Rocky
hatte zuvor im Interview noch gemeint er hätte leichte Stimmenprobleme aber davon war auf der Bühne überhaupt nichts zu merken seine Stimme klang, wie auch auf Platte, einfach grandios und das Publikum sang mit soweit es konnte und er bedankte sich stets dafür.
Sein Set beendete er mit Song „Suicide Medicine“, konnte aber – wie auch nicht anders zu erwarten, nach längeren Zugaberufen wieder zurück auf die Bühne geholt werden und spielte noch mal gute weiter 15 Minuten.
In dieser Schluss Viertelstunde spielte er auch einen komplett neuen unveröffentlichten Song der erst im Laufe dieser Tour entstanden ist!
Noch guter 1 ½ Stunden war dann mit „Montana“ das Konzert leider auch schon zu Ende und wir wurden wieder in die Kälte Münchens entlassen.

Zum Schluss kann man nur noch festhalten, dass dies jetzt schon ein guter Kandidat für das Konzert des Jahres werden könnte und dies obwohl das Jahr noch so jung ist!
Ich hoffe zumindest dass der gute Rocky hier bald noch mehr Fans findet, denn er verdient es einfach richtig große Hallen mit seiner wunderschönen Musik zu füllen!

Wer das Konzert verpasst hat, kann sich durch die Fotos und Videos einen kleinen Eindruck verschaffen!

 

From Autumn To Ashes/Idiom – Backstage München – 02/06/08

•Februar 7, 2008 • Keine Kommentare

Es gibt für eine Band wohl fast nichts beschisseners als einen Sänger, der sich mitten während der Aufnahmen zum Album entschließt die Band zu verlassen!
Diese Unglück traf letztes Jahr From Autumn To Ashes, doch es war meiner Meinung nach Glück im Unglück, denn das 2007 erschiene Holding a Wolf by the Ears zählt für mich zu den besten Alben die From Autumn to Ashes je veröffentlicht haben.
Den leeren Platz am Mikrophon hat nicht irgendjemand neuer gefüllt sondern FATAs Schlagzeuger Francis und auf Platte klingt das verdammt gut, umso gespannter war ich, wie dass wohl live so alles klingen mag.

Im Vorprogramm spielten an diesem Abend Idiom aus den USA.
Ich muss zugeben ich habe die Band nur so nebenbei verfolgt, da sie mir ehrlich gesagt überhaupt nicht gefallen haben. Ihre Musik klang zum Teil sehr Rage against the machine angehaucht, aber doch auch von der Qualität Meilenweit entfernt.
Daher verfolgte ich sie nur auf einem Ohr und widmete dass andere meinem Fußball Live Ticker und eigentlich trifft die Qualität der Deutschen Nationalmannschaft von diesem Abend auch sehr gut auf die Leistung der Band zu…

So gegen viertel nach 10 war es dann endlich so weit und From Autumn To Ashes betraten die Bühne.
Francis platz am Schlagzeug nahm ein extra Tourschlagzeuger der Band ein und losgelegte wurde gleich mit „Pioneers“ vom neuen Album.
Und ja es klang auch wieder so verdammt gut wie auf der Platte!
Aber nicht nur die neuen Songs klangen super mit Francis Stimme, auch bei den älteren Tracks viel seine, im Vergleich, zum alten Sänger etwas höhere Stimme, nicht negativ auf. Einzig bei „The After Dinner Payback“ vermisste man einwenig den Druck des alten Sängers.
Francis lies es sich auch nicht nehmen bei einigen Songs wieder selber am Schlagzeug platz zunehmen um gleichzeitig zu spielen und zu shouten! Meiner Meinung nach einwenig sinnlos und vielleicht auch nur Gepose aber es klang auf jeden fall sehr gut und deshalb mögen wir es ihm verzeihen!
Nach gut 45 Minuten verschwanden sie auch wieder von der Bühne aber kamen noch mal für 2 Tracks zurück.
Beendet wurde alles dann mit dem grandiosen „Short Stories with tragic endings“ dem letzten Lied von ihrem ersten Album Too Bad You’re Beautiful.
Nach dieser 10 minütigen Rockoper war dann schließlich komplett Schluss und alle machten sich auf den Heimweg.
Zuerst war ich ja skeptisch wie das alles live so klingen wird und die 17€ Eintrittpreis taten dann den Rest, doch den Jungs From Autumn to Ashes gelang es auf ganzer Linie mich zu überzeugen und ich freue mich schon auf ihr, während dem Konzert neu angekündigtes Album und eine hoffentlich dann folgende Europatour!

Darkest Hour Interview - 09/15/07

•September 16, 2007 • Keine Kommentare

Im Rahmen ihrer Tour mit As I lay Dying, Himsa und Maroon , hatte ich gestern das erfreuliche Vergnügen ein Interview mit dem äußerst sympatischen Sänger Johny Henry von Darkest Hour zuführen.

Wer ihre DVD kennt weiß dass sich die Jungs selber nicht allzu ernst nehmen und von daher war das Interview sehr lustig – aber seht selbst:

Teil 1:

Teil 2:

As I lay dying/Darkest Hour/Himsa/Maroon - Backstage München - 09/15/07

•September 15, 2007 • Keine Kommentare

As I lay dying, Darkest Hour, Himsa und Maroon das war natürlich ein Hammerlineup und garantierte einen schönen Abend von daher war es für mich nicht verwunderlich, dass sich das außer mir noch 1200 andere dachten und somit war das Backstage auch schon ausverkauft!

Den Anfang an diesem Abend machten Maroon und das schon um 19:30! – was für mich immer noch ein bisschen zu früh ist. Waren so viele jüngere Leute anwesend dass man so früh beginnen wollte damit es auch nicht bis nach Mitternacht dauerte? Maroon legten einen soliden Auftritt hin – aber leider noch nicht vor all zu großem Publikum da wohl der grossteil auch verwirrt was dass sie schon so früh spielten. Mit im Set waren auch einige songs vom bald erscheinendem Album “The cold heart of the sun”. Nach einer halben Stunde waren sie auch schon am Ende angelangt und nun betraten Himsa die Bühne.

Leider war der Sound bei ihnen nicht so gut – aber ihr Auftritt war dennoch klasse und sie spielten auch ein paar Sounds von ihrem gerade erschienenem Album „Summon in thunder„.. Diese kamen – trotz des schlechten Sounds wirklich sehr gut an. Für sie war auch schon nach gut 30minuten Schluss und somit kam für mich endlicht die einzig wahre Grund weshalb ich überhaupt anwesend war: DARKSET HOUR

Sie begannen gleich mit “Doomsayer (The Beginning of the End)” – dem Opener von ihrem neuen Album “Deliver us”.

Das Publikum ging vom ersten Ton gleich sehr gut mit und der Bereich hinter der Absperrung verwandelte sich in einen einzigen riesigen Moshpit. Doch nicht nur vor der Bühne wurde sich viel bewegt sondern auf der Bühne ebenfalls. Nachgelegt wurde gleich mit „Sound the surrender“ vom 2005 erschienenem Album „Undoing Ruin“. Darkest Hour spielten eine gute Mischung durch ihre Alben wobei der Schwerpunkt klar auf „Undoing Ruin“ und „Deliver us“ lag – wer mag es ihnen verübeln – schließlich sind es für mich die 2 besten Alben der Jungs.

Nach guten 45minuten war leider schon Sense Darkest Hour aber sie haben wieder gezeigt dass klar zu einer der besten Live Bands im Gerne gehören und dazu kamen sie auch wie immer total sympatisch rüber.

Headliner an diesem Abend waren ja wie bekanntlich As I lay Dying und nach einer Umbauphase von guten 30minuten legten sie auch schon mit „Through Struggle“ vom 2005 erschienem „Shadows are security“ los. Wie ihre Kollegen Darkest Hour haben auch sie diese Jahr ein neues Album veröffentlicht – doch „an ocean between us“ bleibt meiner Meinung stark hinter den Erwartungen zurück. Sie legten aber einen sehr starken Auftritt hin – was vorallem an den alten Nummer lag. Nach gut 1Stunde waren auch As I lay dying schon am Ende angelangt und beendeten ihr Set mit „confined“.

Zusammenfassend kann man sagen dass es wirklich ein gelungener Abend war – denn alle Bands zeigten wirklich was ihn ihnen steckt. Das einzige Problem war, dass alles viel zu früh zu Ende war. Nämlich schon vor 24Uhr – immerhin waren die Dudes von Darkest Hour noch so nett, dass ich den restlichen Abend noch mit ihnen im Tourbus verbringen konnte viel besser kann man den Abend ja eigentlich gar nicht ausklingen lassen!?

Boysetsfire Interview - 05/14/07 - Abschiedstour!

•Mai 15, 2007 • Keine Kommentare

Gestern hatte ich die Möglichkeit ein Interview mit Nathan und Chad von Boysetsfire zu führen.
Sehr schade, dass sich so eine tolle Band auflöst!
Immerhin werden wir bald die Möglichkeit haben Nathan mit seiner neuer Band, The Casting Out zu sehen !
Aber hört und seht selbst was die Jungs so zu sagen hatten:

Anti-Flag/ The Unseen/A Wilhelm Scream/ Red Lights Flash – Elser Halle München – 05/04/06

•Mai 5, 2007 • Keine Kommentare

Nach ihrer kleineren Europatour im Januar, kamen Anti-Flag im Mai wieder nach Europa und machten auch am 04.05.06 in München in der Elser Halle einen Stopp. Die Bands auf der Tour konnten sich wirklich sehen lassen, The Unseen, A Wilhelm Scream und Red Lights Flash, da konnte man schon fast von einem kleinen Festival sprechen.

Den Anfang an diesem Abend machten um Punkt 20Uhr die Österreicher von Red lights Flash. Leider war die Halle um dieses Zeit noch sehr leer, da sich die meisten Besucher noch draußen aufhielten, es gab keinen wieder Einlass, was ich immer noch nicht nachvollziehen kann. Für was verteilt man denn Stempel?? Aber Red Lights Flash liessen sich davon nicht beirren und legten eine wirklich sehr gute Show hin. Konnten sie mich sonst nicht so ganz überzeugen, gelang es ihnen an diesem Tage aber endlich. Sie zeigten sehr viel Spielfreude und spielten eine gute halbe Stunde. Ihr Set beendeten sie mit dem von der CD „Free“ stammenden Past Soul, meiner Meinung nach einer der besten Red Lights Flash Songs.

A Wilhelm Scream waren die nächsten an diesem Abend. Aber irgendwie wollten sie mir einfach nicht gefallen. Legten sie vor ein paar Monaten als Vorband von Lagwagon eine grandiose Show hin, fehlte diesmal einfach irgendwas. Vielleicht lag es auch am Sound, denn er klang bei ihnen auch nicht wirklich toll und beim Schlagzeug passte auch so einiges nicht. Vielleicht beim nächsten Mal.

Danach kamen dann endlich The Unseen, die Band, auf die ich den ganzen Abend wartete und zu meiner Überraschung auch ein Großteil vom Publikum.  Die nun schon mehr gefüllte Halle war auch gleich bei den ersten Liedern voll dabei, sang lautstark mit und überall wurde getanzt. Sänger Mark suchte auch immer wieder den direkten Kontakt zum Publikum, indem er auf die Absperrung trat und bei fast allen Liedern den Refrain mit begeisterten Fans aus dem Publikum sang. Schade fand ich nur die Soungauswahl von Unseen, da fehlten mir doch ein paar ihrer starken Stücke. Nach 45 Minuten war dann leider auch wieder Schluss, und mit dem grandiosen „Scream out“ beendeten sie ihr Set. Aber alle Fans, die noch nicht genug hatten, konnten während des ganzen Abends noch mit der Band reden, da sie sich fast die ganze Zeit bei ihrem Merchstand aufhielten.

Anti-Flag waren dann die letzten an diesem Abend. Ich war skeptisch, was sie von ihrem im März erschienen Album „ For Blood and Empire“ alles spielen würden. Eröffnet wurde ihr Set mit dem altbekannten „Fuck Police Brutality“. Und man merkte schon, dass der Großteil auch nur wegen Anti-Flag da war, denn nun gab es kein Halten mehr. Alles in allem spielten Anti-Flag schon eine gute Show, doch an ihre alten Konzerte kam es meiner Meinung einfach nicht ran. Dafür war die Songauswahl einfach zu schlecht, im Großen und Ganzen. Denn anstatt viele von ihren starken alten Stücken zu spielen, spielten sie viele neue, meiner Meinung nach zu poppig artige Lieder à là „The Press Corpse oder „This is the end for you my friend. Die aber zu meiner Überraschung sehr gut beim Publikum ankamen. Beendet wurde ihr Set natürlich wie immer mit „Die for the government“, aber das spielten sie auch schon mal besser.

Alles in allem war es aber ein sehr sehr lustiger Abend, trotz der zu hohen Eintrittspreise von 19€ pro Karte, da waren die alten Anti-Flag Shows schon viel billiger.

The Unseen Interview - 05/04/06

•Mai 5, 2007 • Keine Kommentare

The Unseen gibt es nun schon seit fast 15 Jahren dennoch sind sie hierzulande zum Teil noch sehr unbekannt, aber dass wird sich sicher nach ihrer momentan laufenden Tour mit Anti-Flag ändern!

Einen gut gelaunten Mark Unseen traf ich noch kurz vor der Show, was dabei herauskam… :

MS: Kannst du dich zuerst einmal unseren Lesern vorstellen?
MU: Ja klar, ich bin Mark und singe bei „The Unseen.“

MS: Wie läuft die Tour?
MU: Sehr gut soweit, wir spielen erst unsere dritte Show heute. Bei unserem ersten Auftritt, waren wir total müde von der Zeitumstellung, und wir müssen uns immer noch daran gewöhnen.

MS: Gefällt es dir in Europa?
MU: Ja schon, als wir vor 6 Jahren hier waren, hat es mir nicht so gefallen, da wir nur schlechte Erfahrungen gemacht haben. Denn wir hatten kein Geld um irgendwo hinzukommen und außerdem gewisse Sprachprobleme. Aber jetzt bin ja einwenig älter und weiß es auch zu schätzen was ich hier in Europa alles zu sehen bekomme und durch unsere neue Plattenfirma Hellcat ist auch alles viel einfacher hier. Wir wissen, dass wir einen Ansprechpartner in Amsterdam haben, falls wir irgendwelche Probleme haben sollten. Zurzeit gefällt es mir viel besser hier in Europa auf Tour zu sein als in den USA, denn wir haben schon so oft in den USA getourt und die Tour jetzt in Europa ist endlich mal etwas komplett Neues für uns.

MS: Hast du auch ein Lieblingsland hier?
MU: Lass mich mal überlegen … Spanien find ich ist ein tolles Land. Wir haben dort vor ein paar Monaten gespielt. Aber ich fände es einwenig hart von mir zu sagen, dass ich gewisse Länder lieber mag als andere, aber Spanien ist so ein Land wo ich mir dachte da werde ich einfach niemals hinkommen. Vom Publikum her würde ich sagen ist London also England, eins meiner Lieblingsländer, da das Konzerte wirklich toll war. Viele Leute kannten unsere Lieder und sangen mit. Du musst wissen, wir haben ja erst mit der Tour angefangen und sind noch ziemlich unbekannt hier in Europa, deswegen hat mir das Konzert in London so große Freude bereitet.

MS: Eure letzte CD „State of Discontent“ wurde über Hellcat veröffentlicht, produziert von Ken Kasey von den „Dropkick Murpyhs“ und gemixt von Brett Gurewitz. Wie kam die Zusammenarbeit zustande und wieso habt ihr entschlossen euer altes Label BYO zu verlassen und zu Hellcat zu wechseln?
MU: Ich denke ich fange mit dem Labelwechsel an. Wir waren schon immer eine Band, die 1 bis 2 Alben auf einem Label machte und dann wurden wir so bekannt, dass wir dachten wir könnten nicht mehr bekannter werden. Deshalb versuchen wir dann immer etwas neues. Unsere ersten CDs wurden bei A-F Records veröffentlicht, aber nach der Veröffentlichung von unserer 2ten CD dort, sagte Pat von Anti-Flag zu mir, dass sie total gerne unser nächstes Album aufnehmen würden und alles, aber wir sollten uns lieber ein neues Label suchen, da sie nicht in der Lage sein werden uns richtig zu unterstützen. Denn am Anfang wurde A-F Records nur von Justin, Pat und Chris Head geleitet. Sie waren nie zu hause, da sie ja die ganze Zeit mit Anti-Flag auf Tour waren. Sie sagten, wir verdienten mehr als sie uns bieten könnten und haben uns somit den Wechsel zu BYO veranlasst und möglich gemacht. Bei BYO waren wir auch seit 1999 fünf Jahre lang und haben dort 2 Alben veröffentlicht. Sie halfen uns wieder ein Level aufzusteigen, denn wir verkauften viel mehr CDs über BYO als damals bei A-F Records und hatten auch mehr neue Möglichkeiten in Sachen Touren usw. Als wir dann unser aktuelles Album „State of Discontent“ veröffentlichen wollten, wussten wir, wenn wir bei BYO bleiben, wird es wohl genauso gut laufen wie mit der letzten CD, aber wohl nicht viel besser. Wir dachten uns wenn wir uns ein neues Label suchen würden, läuft sicher alles so gut wie zuvor oder vielleicht noch einwenig besser. Deshalb entschieden wir uns zu Hellcat zu wechseln…

MS: Jetzt ist es auch viel einfacher eure CDs hier in Europa zu bekommen, denn ich musste damals schon länger suchen um „The Anger and the Truth“ zu bekommen…
MU: Ja, das war auch ehrlich gesagt einer der Hauptgründe für den Labelwechsel, da es nun viel einfacher ist unsere CDs in Japan, Australien und Europa zu bekommen. Bei der Sache mit Ken Kasey war es so, wir suchten jemand der uns beim Produzieren der CD einwenig hilft. Wir wussten, dass Ken gut dafür wäre, denn wir kannten ihn schon länger und er würde nicht versuchen uns bei der Produktion reinzureden. Brett Gurewitz wollte die CD dann mixen und das war natürlich eine tolle Gelegenheit, da wir alle „Bad Religion“ lieben und mit ihnen groß geworden sind. Ich weiß nicht, ob dass viele Leute wissen, aber Brett hat viele Bad Religion CDs produziert und gemixt, fast jede „Rancid“ CD, die beiden „Lars Frederisken and the Bastard“ Alben und viele „Pennywise“ Alben. Für uns war klar, dass wir mit ihm zusammenarbeiten werden falls es sich ergibt. Da er wirklich sehr viel Ahnung vom mixen hat und schließlich auch aus einer von unseren Lieblinsbands stammt.

MS: Ihr seid zurzeit mit Anti-Flag auf Tour und eure erste CD „Lower Class Cruxifiction“ wurde über A-F Records veröffentlicht. Wie kam das alles zusammen?
MU: Unsere erste CD wurde damals erst über BML, eine kleine Firma aus Chicago, veröffentlicht, aber die ging Pleite. Wir waren dann mit Anti-Flag auf Tour und erzählten ihnen, dass wir keine CDs mehr haben weil unsere Plattenfirma Pleite ging. „Anti-Flag“ hatten zu dieser Zeit ihrer Label gerade erst gestartet und sie sagten sie, würden sehr gerne unsere CD auf den Markt bringen. Wir sind schon seit fast 12 Jahren mit „Anti-Flag“ befreundet, ich hab sie mal live gesehen, wo sie nur vor 6 Leuten spielten (lacht). Wir haben ja nach „Lower Class Cruxifiction“ noch eine CD über A-F Records veröffentlicht und vor über 5 Jahren waren wir mit ihnen auf Tour, aber haben seit dem nichts gemeinsam mehr gemacht, weil wir alle sehr beschäftigt waren. Aber nun ging ja wieder was zusammen, sie fragten uns, ob wir mit ihnen auf Tour gehen möchten, da sie ja eine CD veröffentlicht haben. Vor dieser Tour tourten wir auch mit ihnen in Amerika. Es ist wirklich toll wieder mit ihnen auf Tour zu sein, fühlt sich beinahe an wie eine High School Reunion. (lacht)

MS: Habt ihr schon Pläne für eine neue CD oder auch eine DVD?
MU: Ja auf jeden Fall. Wir wollen eine DVD machen , eine CD und falls es möglich ist ältere Sachen von uns, die sehr schwer zu bekommen sind, noch mal neu aufnehmen und veröffentlichen. Aber unser Hauptziel ist das nächste Album. Ich finde ist es wichtiger in die Zukunft zu blicken und nicht zu versuchen die Vergangenheit wiederaufleben zu lassen. Im Moment haben wir 7 Lieder, die so gut wie fertig sind und von denen wir auch schon, für uns, Demos aufgenommen haben. Ein paar Lieder davon werden vielleicht nicht auf die CD kommen oder wir werden sie nochmals verändern. Wir hoffen, dass wir so im Sommer 2007 eine CD veröffentlichen können.

MS: Ist irgendjemand in „The Unseen“ Vegetarier?
MU: Im Moment niemand. Zwei von uns waren Vegetarier aber sie gaben es auf. (lacht)

MS: Aus welchen Gründen habt ihr die Band gegründet?
MU: Einfach aus Spaß. Ich, Scott und Tripp sind alle in der gleichen Stadt groß geworden. Wir hatten nie etwas zu tun und es gab nicht wirklich viele Punks in unserer Stadt. Wir spielten alle ein Instrument und deswegen hingen wir einfach zusammen ab und machten Musik. Das machten wir so gut wie jeden Tag. Nach der Schule gingen wir zu Tripp nach Hause und probten bei ihm. Wir waren einfach drei junge Punks, hatten nichts zu tun und deshalb gründeten wir die Band.

MS: Kannst du dich noch an das erste The Unseen Lied erinnern?
MU: Der erste Unseen Song …..

MS: … oder den ersten den ihr aufgenommen habt.
MU: Den ersten Song, den wir aufnahmen war für unsere erste 7“ „Too young and too reckless to care“. Um die 15 Lieder haben wir damals aufgenommen, aber nur 6 oder 7 veröffentlichten wir dann. Aber ich glaub eins der ersten Lieder hieß, „Preacher, Scumbag“. Wir spielen keinen mehr davon. (lacht). A.D.D war auch einer der ersten, den spielen wir sogar manchmal noch.

MS: Was würdest du machen, wenn du nicht in „The Unseen“ spielen würdest?
MU: Wenn ich nicht bei Unseen spielen würde, würde ich sicher in einer anderen Band spielen. Ich liebe es einfach Musik zu machen.

MS: Wie läuft ein typischer Unseen Tourtag ab?
MU: Ich bin der erste der aufwacht (lacht). Hier in Europa wollen wir alle immer so viel wie möglich sehen, denn wir sind ja schließlich in einem anderen Land. Ich stehe meistens auf, hol mir meinen Ipod und mache einfach einen kleinen Spaziergang um zusehen, was es hier so gibt – alte Gebäude, eine Kirche oder einen Friedhof oder so etwas. Wir wollten heute nach Dachau gehen, um das KZ zu sehen. Ist sicher sehr interessiert, aber natürlich auch bedrückend. Aber wir hatten leider nicht die Zeit. Ein Freund von mir war dort und hat mir erzählt, sobald du dort bist, bekommst du einfach so ein Gefühl der Betroffenheit. Es ist schade, dass wir die Zeit nicht hatten aber vielleicht ein anderes Mal.

MS: Wie würdest du Unseen in einem Satz beschreiben?
MU: The Unseen in einem Satz, mh …. Wir nehmen uns selbst nicht zu ernst (lacht). Gibt das Sinn?

MS: Ja, ich denke schon. Was waren deine Lieblingsbands in deiner Jugend und welche haben die „The Unseen“ beeinflusst?
MU: Viele meiner Lieblingsbands von damals sind auch heute noch Lieblingsbands von mir. Bad Religion, haben wir ja vorher schon drüber geredet. Social Distortion, Minor Threat, The Exploited, Dead Kennedys. Es sind einfach sehr viele. Wenn man älter wird, lernt man auch immer neue Bands kennen. Egal, ob es ganz neue Bands sind oder Bands die schon seit Jahren unterwegs sind. Ich mag einfach so viel Musik. Bands, die ich zurzeit sehr oft höre sind Blood for Blood oder Strike Anywhere. Größtenteils sehr junge Bands. Sick of it All mag ich auch sehr gerne.

MS: Meinst du ein Majorlabel wäre interessiert an „The Unseen“, und wäre es für euch selbst interessant zu wechseln?
MU: Um ehrlich zu sein, würde ich wohl nein zu einem Major sagen, aber man weiß ja nie was kommt. Meiner Meinung nach ist es gefährlich, viele Punkbands hatten ja nicht gerade sehr großen Erfolg auf einem Majorlabel. „Social Distortion“ z.B., sie gingen zum Major aber sind jetzt auch wieder auf einem Indie Label. „Rise Against“ sind die noch auf einem Major?

MS: Ja sind sie.
MU: Viele Bands gehen zum Major, aber sie werden dadurch nicht besser, oft verlieren sie sogar an Popularität. Ich denke gerade über ein gutes Beispiel nach… Ahja, Bad Religion. Sie gingen zum Major und Brett selbst hat mir erzählt, dass es keine gute Idee war. „Offspring“ veröffentlichten Smash über Epitaph und die CD verkaufte sich viel viel besser als die Bad Religion CDs über Atlanta. Es ist ein großes Risiko, zu einem Major zu wechseln, finde ich persönlich.

MS: Wenn ihr einem Major wärt, müsstet ihr sicher öfter Autogramme usw. geben, magst du so etwas?
MU: Wir machen das im Moment auch schon zum Teil. Ich bin nie gemein zu Leuten, aber als ich früher nach einem Autogramm gefragt wurde, habe ich immer nein gesagt, da ich nicht daran glaubte. Aber mit der Zeit, wenn man älter wird, und die Leute die mich nach einem Autogramm immer jünger werden, mach ich es schon, denn sie haben ja auch 8-9€ für das Konzert bezahlt. Wie viel kostet es eigentlich heute?

MS: 19€ ..
MU: 19€ ?!?!? Holy shit (lacht). Also wie gesagt, wenn sie so viel Geld für das Konzert bezahlt haben und mich fragen, ob ich einen Sticker oder sonst etwas unterschreiben kann, finde ich, dass ist das mindeste was ich tun kann. Aber wenn irgendeine dumme Göre daher kommt, die nicht mal weiß, wer wir sind oder sonst was und möchte dass wir auf ihren Brüsten unterschreiben, werde ich das sicher nicht machen. Wenn aber ein richtiger Fan kommt und fragt ob ich die CD unterschreibe, oder eine alte CD von uns mitnimmt und fragt ob wir da was draufkritzeln, mach ich das natürlich. Nichtsdestotrotz verstehe ich es immer noch nicht aber egal.

MS: Was war eure beste oder schlechteste Show?
MU: Ich glaub unser bestes Konzert war in Chicago zusammen mit den Bouncing Souls. Die sind wirklich großartig. Es waren über 1000 Leute da, was eine Menge ist, aber wir spielten schon mal vor mehr. Jeder dort ging total ab und hatte eine Menge Spaß. Unsere schlechtestes Konzert …, wir hatten viele schlechte von daher ist es schwer eine rauszupicken (lacht). Wir haben in Garagen, Gärten usw. gespielt von daher weiß ich wirklich nicht mehr welche Show zu den Schlechtesten gehört.

MS: Werdet ihr bald nach Europa zurückkommen, um selbst kleinere Shows zu spielen?
MU: Ja auf jeden Fall. Der Grund warum wir die Tour hier machen und die Eastpack antidote Tour vor ein paar Monaten, war dass wir Angst hatten was uns erwarten würde. Würde irgendjemand hier wissen wer „The Unseen sind“. Wir wollten nicht um die halbe Welt reisen, um dann vor niemanden zu spielen. Deswegen waren wir dann auf der Antidote Tour, obwohl die anderen Bands nicht so die Bands sind mit denen wir normal auf Tour gehen. Aber wir wussten wenn dort mittouren, spielen wir wenigstens vor ein paar Leuten. Wenn jemand ein Unseen Fans ist, wird er wohl kommen, trotz des hohen Preises, und wir erhofften uns dadurch auch neue Fans zu finden. Das ist mit dieser Tour hier fast genauso, wir lieben Anti-Flag, deshalb touren wir gerne mit ihnen, wie ich ja schon sagte. Jetzt sind wir bereit unsere eigene Headliner Tour hier zu machen, wir wissen nur noch nicht wann. Im Juli touren wir in Kanada und im September in Australien. Vielleicht kommen wir dann im Oktober oder November. Aber das ist noch nicht sicher, denn es könnte zu kalt sein (lacht) und auf der Tour krank zu werden ist wirklich was Beschissenes. Denn wenn wir allein kommen, werden wir wohl bei Leuten pennen oder im Van und da werde ich sehr leicht krank.

MS: Das wars. Vielen Dank.
MU: Ich danke dir. Cool, dass du es gemacht hast. Bis später dann.

Dropkick Murphys - Zenith München - 04/22/06

•April 23, 2006 • Keine Kommentare

Über 4000 verkaufte Karten im Vorverkauf und noch einige Hundert an der Abendkasse, für mich war es schwer vorzustellen dass ich zum Dropkick Murphys Konzert im Zenith – München gehe und nicht zu irgendeinem Popfutzi der normalerweise das Zenith mit den diesen Besucherzahlen füllt.

Den Beginn an diesem Abend machten die ebenfalls aus Boston stammenden Far from finished, die eine nette halbstündige Show hinlegten, aber das Publikum nicht so richtig mitreissen konnten. Nach ihnen kamen dann die weitaus bekannteren „

Über 4000 verkaufte Karten im Vorverkauf und noch einige Hundert an der Abendkasse, für mich war es schwer vorzustellen dass ich zum Dropkick Murphys Konzert im Zenith – München gehe und nicht zu irgendeinem Popfutzi der normalerweise das Zenith mit den diesen Besucherzahlen füllt.

Den Beginn an diesem Abend machten die ebenfalls aus Boston stammenden „Far from finished“, die eine nette halbstündige Show hinlegten, aber das Publikum nicht so richtig mitreissen konnten.
Nach ihnen kamen dann die weitaus bekannteren Less than jake, die das Publikum schon viel besser im Griff hatten. Somit gelang es ihnen auch nach mehrmaligen Aufrufen das Publikum zu einem Circle-Pit um das Mischpult in der Mitte der Halle zu bewegen. So spielten eine gute Stunde und machten ihre Sache recht gut und das Publikum hatte eine Menge Spaß, doch mich persönlich konnten sie mit ihrem Ska-Punk nicht so recht überzeugen. Als sie dann die Bühne verließen, begannen auch die „Let’s go Murphys“ – Rufe und dadurch ging die halbstündige Umbaupause doch sehr schnell herum. Gegen 22:30 stürmten dann die Dropkicks die Bühne und legten gleich mit „For Boston“ los und hatten von Anfang an das komplette Zenith auf ihrer Seite. Durch die ganze Halle wurde getanzt und lautstark mitgesungen. Die Murphys spielten eine gute Mischung all ihrer Alben, aber der Schwerpunkt lag auf dem im letzten Juni erschienen „Warriors Code“ und dem meiner Meinung nach bestem Murphys Album „Blackout“. Natürlich wurde keiner ihrer Hits ausgelassen von „boys on the docks“ bis zum neueren „Fields of Athenry“ war alles dabei. Zu den großartigen eigenen Kompositionen gaben die Murphys auch noch 2 wirklich gute Coverversionen zum Besten, nämlich das von „The Clash“ stammende „Guns of Brixton“ und „Minor threat“ von Minor threat. Mit diesem Cover beendeten sie auch ihr gut 1,5 stündiges Set und alle wurden glücklich in das kalte München entlassen. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend, trotz der meiner Meinung nach zu hohen Ticketpreise von 23€ pro Karte, aber dass hat ja die Besucher scheinbar nicht abgeschreckt, wenn man sich die Besucherzahl von diesem Abend ansieht.

Dropkick Murphys - Interview 04/22/06

•April 23, 2006 • Keine Kommentare

Wohl kaum eine Band, versteht es so gut, Punkrock mit einer Prise Irischem Folk zu vermischen wie die Dropkick Murphys.
Seit guten 10Jahren sind sie jetzt schon dabei und zeigen keinerlei Müdigkeit.
Ihre Popularität hier in Europa nimmt auch immer weiter zu so dass fast 5000 Leute beim Konzert im Münchner Zenith anwesend waren.
Ich war sehr glücklich, dass Murphys Sänger Al Bar vor dem Konzert noch Zeit für ein kleines Interview fand.

MS: Kannst du dich erstmal unseren Lesern vorstellen
A: Al Bar, Sänger bei den Dropkick Murphys.

MS: Wie läuft die Tour?
A: Toll, wir sind jetzt gerade mal eine Woche hier aber es läuft alles sehr sehr gut!

MS: Mit welchen Bands seid ihr auf der Tour unterwegs?

A: Less than Jake und Far from finished aus Boston.

MS: Gefällt dir Europa?
A: Ja ich liebe es.

MS: Hast du auch ein Lieblingsland hier?
A: Ja. die Niederlande und Deutschland.

MS: Magst du auch die Spezialitäten, die es hier gibt?
A: Das Essen in Deutschland schmeckt mir sehr gut. Knödel und Schweinebraten sind klasse.

MS: Eure letzte CD „The Warriors Code“ ist jetzt seit gut 10 Monaten erhältlich habt ihr schon Pläne für eine neue CD?
A: Ja zum Teil schon, wir befinden uns gerade in der Anfangsphase vom Lieder schreiben. Wir haben die letzte Zeit sehr viel veröffentlicht, normalerweise bringen wir immer alle 2 Jahre ein neues Album raus, aber wir haben ja „Tessie“ veröffentlicht und davor „The Singles Collection Vol.2“ und dann „Warriors Code“ von daher werden wir jetzt erstmal einen Gang runterschalten, da wir ja auch viel auf Tour sind zur Zeit.

MS: Ihr singt ja den Theme-Song für die Boston Bruins und für die Boston Red Socks, wie kam das zustande?
A: Das Lied für die Bruins kam zu erst zustande, wir schreiben ein Lied namens „Black and Gold“ in dem es über Eishockey geht. Wir hatten dann die Möglichkeit bei einem Spiel der Boston Bruins aufzutreten, in den Drittelpausen spielten wir Black and Gold und nach dem Spiel spielten wir noch eine 50minütige Show und ein Großteil des Publikums blieb dort um uns zu sehen und deswegen machten wir dies nun schon öfter. Bei der Red Socks Geschichte kontaktierte uns ein Autor vom „Boston Globe“ und sagte uns dass er das alte Lied „Tessie“ wieder gefunden hat, dass damals immer gespielt wurde als die Red Socks noch immer alles gewannen. Wir nahmen „Tessie“ neu auf und machten es mehr zu einem Dropkick Murphys Lied. Dann kamen wir mit den Vorsitzenden der Red Socks in Kontakt und sie fingen an, das Lied während des Spiels über die PA zu spielen. Danach luden sie uns ein auf dem Spielfeld zu spielen, was wir jetzt auch schon 3x machten und Sie gaben uns die Möglichkeit beim „Victory-Dinner“ zu spielen nachdem die Red Socks die Meisterschaft gewannen. Es war einfach eine tolle Möglichkeit für uns.

MS: In eurer Musik findet man viele Einflüsse von Irischer Musik, wie kamen die zustande?
A: Die ganze Band, mit Ausnahme von mir, ich bin schottisch und deutsch, hat irische Vorfahren. Aber wir sind eine Amerikanische Punkrock Band, und von daher vermischen wir viele verschieden Sachen, irischen sowie amerikanischen Folk. Wir sind eine amerikanische Band und versuchen nicht wie eine irische Band zu sein und deshalb wirst du uns auch nicht auf Gälisch reden hören auf der Bühne. (lacht)

MS: Aus welchen Gründen habt ihr die Band gegründet?
A: Ich mache schon Musik seitdem ich 15 bin … (sein Handy klingelt), entschuldigst du mich einen Moment?

MS: Klar, kein Problem. (Al Bar telefoniert weiter)
A: So entschuldige noch mal, war meine Frau. Also wie gesagt mache ich jetzt schon seit fast 23Jahren Musik, das war schon immer das was ich in meinem Leben machen wollte, die anderen der Band werden wohl das gleiche sagen. Es ist schließlich das einzige was wir können und es ist einfach unser Leben.

MS: Was würdest du machen, wenn du nicht bei den Dropkick Murphys spielen würdest?

A: Ich würde wohl mein eigenes Ding machen, aber wohl immer noch Musik machen, sei es jetzt bei den Murphys oder wo anders. Ich habe ja auch vor den Dropkick Murphys 10 Jahre in einer anderen Band gespielt, meine Arbeit ist nun mal das Musik machen und mit den Dropkick Murphys haben wir nun mal das Glück, dass wir davon leben können und gar keine Zeit für einen Nebenjob oder so etwas haben, da die Band einfach unsere ganze Zeit benötigt.

MS: Wie würdest du einen typischen Dropkick Murphys Tag auf Tour beschreiben?
A: Aufstehen, aus dem Tourbus aussteigen, versuchen einen Kaffee zu finden und einen Ort um aufs Klo zu gehen. Danach Soundcheck, alles in allem ist das Touren ganz schön langweilig, bis man endlich auftritt. Den restlichen Tag wartet man eigentlich nur darauf. Es ist nicht sehr romantisch, wir sehen z.B. nichts von München heute, da wir Soundcheck usw. haben und nicht hier wegkommen, da wir hier ja voll in der Pampa sitzen. Das einzige was ich heute machen konnte, war zu dem Flohmarkt hier zu gehen, und da gab es wirklich nur Scheiße, lauter Sachen die ich niemals in meinem Haus haben möchte und ich würde Leute bezahlen, dass sie diesen Müll aus meinem Haus schaffen würden. (lacht)
Leute denken immer Touren sind sehr romantisch und dass man jeden Abend ein neues Mädl hat, aber wir sind alle verheiratet oder führen ernste Beziehungen und darum geht es ja nicht. Uns geht es einfach um die guten 1,5h Auftritt, die Einigkeit mit unseren Fans und das wir eine gute Show abliefern.

MS: Wie würdest du die Dropkick Murphys in einem Satz beschreiben?
A: Irischer-Punkrock aus Boston.

MS: Was waren deine Lieblingsbands in deiner Jugend und welche haben die Dropkick Murphys beeinflusst?
A: Als ich jünger war, hörte ich viel Beatles und Elvis. Als ich dann älter wurde, so in der 7-8 Klasse hörte ich viel Jimmi Hendrix und anderen Rock’n’roll. So in der 9ten Klasse, kam ich zur Punkmusik; Sexpistols, Ramones, The Clash und auch amerikanischen Hardcore wie Dead Kennedys, Youth Brigade, 7Seconds, Misfits. Alles Mögliche aus meinem Leben hat die Dropkick Murphys beeinflusst. Wir haben natürlich offensichtliche Einflüsse wie The Pogues und die traditionäle irische Musik. Aber auf der anderen Seite hat uns auch alles von den Ramones bis zu ACDC inspiriert und beeinflusst. „Ein großes Mischung halt“ (sagt er selber in Deutsch)

MS: Wäre ein Majorlabel interessant für die Dropkick Murphys?
A: Wir sind nicht die Band die von Grund aus mal sagt, nein wir werden nie zu einem Majorlabel gehen. Aber wenn ein Majorlabel bei uns anfragen würde, sollte alles nach unseren Vorstellungen laufen und nicht so wie sie es wollen, aber so funktionieren Majorlabels ja leider nicht. Sie wollen dir sagen, wie du es machen sollst und sie geht dass bei uns nun mal nicht, wir haben so wie es im Moment ist immer die vollständige Kontrolle und Macht über unsere Musik. Wir könnten uns nie vorstellen, eine Demo aufzunehmen und dieses dann vor lauter Leuten in Anzügen zu spielen, bevor wir ins Studio gehen können. Von ein paar Bands habe ich gehört, dass sie das machen mussten. Den Leuten gefiel die Musik nicht und sie sagten sie sollen mal noch mehr neue andere Demos aufnehmen und dieses dann noch einmal vorspielen. „Fuck that“, ich meine hier ist unsere CD nehmt sie oder nehmt sie nicht! So funktionieren die Murphys nun mal, ich würde grundsätzlich nicht nein zu einem Majorlabel sagen, wenn sie uns den Vertrag geben den wir möchten, aber im Moment kann ich mir nicht vorstellen, dass so etwas existiert.

MS: Was war eure beste und schlechteste Show?
A: Uff, das ist schwer festzumachen, da es nun schon so viele Jahre sind in denen ich Musik mache. Ich hatte schon immer mal schlechte Konzerte, wo ich z.B. von der Bühne fiel oder sonst etwas. Als wir zum ersten Mal bei der Warped Tour in Boston 1998 auftraten, haben wir davor mit einer anderen Band getauscht, so dass wir auf der Hauptbühne spielen können und gaben ihnen dafür unsere Hauptbühne in Buffalo. Ich kann mich noch gut daran erinnern, meine ganze Familie war da und über 10.000 Leute standen vor der Bühne und warteten auf uns. Das war einer der Tage, an dem ich vom Blitz hätte getroffen werden können und wäre als glücklicher Mann gestorben, da es einfach ein großartiger Tag war. Es geht einfach immer weiter bergauf für uns, heute z.B spielen wir unsere größte Club-Show mit über 4.000 verkauften Karten im Vorverkauf. Es gibt einfach so vieles wofür wir sehr dankbar sind und deshalb kann ich nicht genau sagen, was unser bestes und was unser schlechtestes Konzert war.

MS: Magst du es Autogramme zu geben oder ziehst du es vor mit den Leuten ein wenig zu plaudern?
A: Wenn irgendjemand ein Autogramm oder so von mir haben will, hab ich natürlich kein Problem damit. Ich finde es doof, wenn Leute sagen, sie machen das aus Prinzip nicht, wenn nun mal ein Fan oder jemand so etwas haben möchte, dann macht man es auch. Wenn mich irgendjemand anspricht und ich Zeit habe, rede ich immer gern mit Leuten. Wir sehen uns nicht, als bessere Menschen oder sonst was, nur weil wir auf der Bühne stehen. Wir sind sehr glücklich, dass wir in der Lage sind das tun zu können was wir tun. Meiner Meinung nach gibt es viel wichtigere Berufe als Musiker, nämlich einen Doktor oder sonst etwas.

MS: So, ich danke dir das wars.
A: Kein Problem, ich sage auch danke und bis später bei der Show.

Boysetsfire - Interview - 03/24/06

•März 26, 2006 • Keine Kommentare

Boysetsfire sind wohl den meisten seit ihrem 2001 erschienenem Klassiker „After the eulogy” ein Begriff. Anfang dieses Jahres meldeten sie sich endlich mit ihrem Nachfolger zum Majorlabel Album „Tomorrow come today” zurück und wollen damit wieder gleichermaßen neue und alte Fans begeistern.
Mit ihrem neuen Album im Gepäck tourten sie auch fast den ganzen März durch Europa und am 24.3 bei ihrem Konzert hatte ich die Möglichkeit mit Josh (Gitarrist) (der immer eine witzige Antwort auf die Fragen wusste) und Chad (Gitarrist) ein Interview zu führen.
Boysetsfire haben die schwierigen letzten 3 Jahre sehr gut weggesteckt und sind wieder mit voller Leidenschaft dabei, was man sowohl im Interview als auch beim Konzert merkte.


MS: Wie läuft die Tour?
C: Sehr gut, wir haben eine Menge Spaß.
J: Es ist immer toll in Europa. Wir lieben alles hier; das knusprige Brot, Käse, richtiges Gemüse…
C: Wir lieben es in der Öffentlichkeit zu urinieren …
J: Ja das gehört zu meinen Favoriten, dass macht ihr wirklich sehr gut! (alle lachen)

MS: Mit welchen Bands seid ihr unterwegs?

C: Tribute to Nothing, sie sind die einzigen die uns auf dieser Tour unterstützen und sie sind richtig geil…
J: Sie sind einfach Klasse, eine neue Art von britischem Emo, „Bremo“ (lacht).

MS: Eure neue CD „The Misery Index: Notes From The Plague Years“ ist jetzt seit gut einem Monat in Europa erhältlich, wofür steht der Titel und seid ihr glücklich über die Reaktionen von Fans und der Presse?

C: (zu Josh:) Ich übernehmen den ersten Teil, du den zweiten…
J: OK!
C: The Misery Index: Notes From The Plague Years, ist wie eine Art Tagebuch zu sehen. Sie beinhaltet Aufzeichnungen über die letzten 3 Jahre von persönlichen Erfahrungen und Dingen, die uns sehr beschäftigt haben. Mit dieser CD war sowieso alles viel schwieriger, die Pre-Production, die Proben usw. Bis wir dann schließlich an dem Punkt angelangten „Fuck it“, nehmen wir die CD einfach selber auf. Und ….
J: …bisher scheinen die Reaktionen recht gut zu sein, all die neuen Songs, die wir live spielen kommen recht gut an und ich habe auch ein paar Reviews gelesen die auch allesamt recht positiv ausfielen….
C: .. aber wir als Band achten nicht so stark da drauf, es ist super wenn den Leuten unsere Musik gefällt, aber du kannst es nun mal nicht von jedermann erwarten. Wir haben das hinter uns gelassen immer darüber nachzudenken, ob den Leuten das gefallen könnte.
J: Ich kann mich noch an ein Review unserer ersten Demo erinnern, die CD wurde total auseinander genommen, sie behaupteten Nathan würde wie Neil Sedaka klingen und alles in allem fanden sie die CD einfach scheiße. Das hat uns damals sehr weh getan und mitgenommen

MS: Wie viele neue Lieder werdet ihr heute spielen?

C: 7 ?!, aber ich bin mir nicht sicher…., so gut wie 1/3 unsere Sets besteht aus neuen Lieder und es ist ein verdammt langes Set, fast 3,5 Stunden (lacht)…Nein, aber es sind wirklich fast 2 Stunden, die wir heute spielen werden.

MS: Wieder zurück zum letzten Album, wieso ist die CD dieses Mal nicht mehr so politisch ausgefallen wie z.B. der Vorgänger „Tomorrow Come Today“?

C: Wir haben nicht von Anfang an gesagt, dass die CD weniger politisch sein sollte, denn unsere letzte CD sollte von vorn herein sehr politisch werden, hier aber schrieben wir einfach wieder Lieder über Dinge, die uns so durch den Kopf gingen und die uns beschäftigen….
J: Ich glaube eine Vielzahl der Leute ist auch langsam schon genervt, da es jetzt nun mal in ist Bush zu hassen. Als wir solche Sachen damals sagten, haben wir wirklich Schwierigkeiten und alles bekommen….
C: … ja unsere Plattenfirma lies einen „R-Sticker“ auf unsere CD kleben, damit jeder wusste dass sie nicht unserer Meinung sind und diese auch nicht unterstützen…
J: .. aber seitdem Green Day so etwas tun ist es scheinbar OK und auch verkraftbar für die Plattenfirmen.
C: Und nichtsdestotrotz sind immer noch politische Lieder auf der neuen Scheibe, es ist wieder mehr eine Mischung von verschiedenen Themen wie auf unseren alten CDs finde ich.

MS: Wofür steht der „War Prayer“ am Ende von „A Far Cry“ dem letzten Lied auf der neuen CD?

C: Genau, dass was er repräsentieren soll. (Josh lacht) Hast du ihn mal gelesen?
MS: Ja, habe ich.
C: Ich meine wenn man dafür betet, dass die Soldaten und die Leute deines Landes sicher sind, betest du doch im selben Moment auch dafür dass dies jemand anderen nicht passiert. Du musst verstehen, wir sind Amerikaner, wir erleben die Welt durch „Amerikanische-Augen“, wir haben damit versucht, unsere Sicht über die amerikanische Regierung und über die Militärs der ganzen Welt aufzuzeigen und anderen Leuten zu zeigen, dass wir für so etwas beten, wenn uns gesagt wird „Ihr müsst die Truppen unterstützen“. Aber vielleicht kann ich sie als einzelner nur als Menschen unterstützen und hoffen dass sie sicher und heil wieder nach Hause zurückkommen. Denn ich muss sie nicht unterstützen indem ich dem „Feind“ oder anderen Nationen Sachen wünsche, welche ich selbst nicht erleben möchte. Ich weiß zwar nicht, ob dass einen Sinn ergibt, aber es war einfach ein Versuch, eine persönliche Sicht über Krieg darzulegen und nicht die Sicht die man uns versucht zu Hause einzutrichtern.

MS: Ihr habt ja vorhin bereits gesagt, dass es euch in Europa gefällt, habt ihr auch ein Lieblingsland hier?

J: Ich mag Tschechien, denn dort kommen wir nie hin. (lacht).
C: Wir spielen Konzerte in England, die Reaktionen sind großartig, dann spielen wir ein Konzert in Italien z.B., dort sich zwar nicht so viele Leute, aber trotzdem macht es eine Menge Spaß, deswegen würde ich nicht sagen dass ich ein Lieblingsland habe.

MS: Ist irgendjemand in Boysetsfire Vegetarier?

C: Ja, ich ..
J: Ich ebenfalls, Robert ist Veganer…
C: … und Nathan versucht es schuldbewusst.

MS: Aus welchen Gründen habt ihr die Band gegründet?

C: Da wir uns mochten und Freunde waren. (lacht)
J: Wir spielten beide Gitarre, daher entschlossen wir uns eine Band zu gründen…
C: ..politisch zu sein und auf Tour zu gehen (alle lachen). Das war der Grundgedanke und es hat ja auch funktioniert.
J: Zum Teil ja. (lacht).

MS: Was würdet ihr tun wenn ihr nicht in Boysetsfire spielen würdet?

J: Ich glaube ich wäre Englischlehrer und über die großen Werke unsere Zeit unterrichten (lacht).
C: Ich würde wohl Möbel herstellen. Das habe ich auch davor gemacht.

MS: Wie würdet ihr einen typischen Boysetsfire-Tag beschreiben?

J: Viele Nickerchen. (lacht)
C: Ja viel Schlaf, ein paar Bier, vielleicht ein Spaziergang, ein Konzert, viel Spaß und ein paar Zigaretten.
J: Hast du den Film „Täglich grüßt das Murmeltier gesehen“? Wenn du aufwachst und jeden Tag immer das gleiche passiert? So ist unser Leben (lacht).

MS: Und eine typische Boysetsfire-Tour?

J: Viele typische Boysetsfire-Tage. (alle lachen)
C: Wir sind sehr überzeugt von dem was wir tun, deshalb würde ich sagen ist ein Boysetsfire-Tag einfach ein Tag mir sehr viel Spaß.
J: Wir proben meistens einwenig, manchmal gehen wir auch Sight-seeing, wenn wir Zeit haben. In London z.B. sind wir mit dem Doppeldecker gefahren und es war so verdammt kalt, dass wir dann noch in ein warmes Museum gingen. Wir versuchen so viel wie möglich auf Tour zu machen, aber oft haben wir keine Zeit, da wir dann wieder hier in der Location sein müssen, um z.B. Interviews zu geben oder für den Soundcheck usw.

MS: Wie würdet ihr Boysetsfire in einem Satz beschreiben?

C: Mein ganzes Leben.
J: Ja das reicht. (lacht)

MS: Was waren eure Lieblingsbands in eurer Jugend und welche haben Boysetsfire beeinflusst?

C: Ich glaube fast alles, auch wenn man es nicht direkt bei Boysetsfire merkt. (zu Josh): Ich meine ich höre zum Teil dieselbe Musik wie du, wie wärs wenn ich deine Lieblingsbands sage und du meine?
J: Einverstanden. (lacht)
C: Ich glaube Josh wurde sehr von „The Smiths“, „U2“, „Dead Kennedeys“, „12 Hours of Crass“ beeinflusst, er hat sogar die „12 Hours of Crass CD“…(lacht)
J: (lacht) Die gehört gar nicht mir! Depeche Mode, die höre ich sehr gerne.
C: Bands dieser Art haben ihn sehr beeinflusst…
J: “Samiam”
C: Ja, “Samiam”
J: Ich habe jede CD von ihnen, eine sehr gute Band. Bei Chad würde ich sagen, The Beatles, Queen, Stones, hast du die Stones gemocht?
C: Ja habe ich.
J: Sachen auf die du nicht kommen würdest wenn du ihn dir so ansiehst, er liebt Slayer. (Chad lacht). Twisted Sister.
C: Ich mochte Twisted Sister, die hatten eine gute CD wie heiß die …
J: „Stay hungry“ (alle lachen)
C: Ja genau.
J: Ein tolles Album. (lacht)

MS: Was war eure beste und eure schlechteste Show?

C: Ich kann das nicht beantworten, da jedes Konzert etwas eigenes hat. In Berlin haben wir mal unser größtes Konzert überhaupt gespielt, da waren über 170.000 Leute, einfach lächerlich. Die Sonne ging gerade unter und das war einer dieser Momente, an den ich mich zurückerinnere, ich stehe hier auf der Bühne vor so vielen Menschen, mit meinen besten Freunden, wie bin ich hierher gekommen? Das war so ein Moment, aber dann hatten wir auch andere Konzerte wo nur ein paar Hundert Leute da waren, aber auch sie hatten eine Menge Spaß. Daher ist es schwer zu sagen, was die schlechteste und was die beste Show war. Ich glaube, das schlechteste Konzert von mir war in Milwaukee, ich war so frustriert wegen meinem ganzen Equipment, ich hab einfach meine Gitarre genommen und bin gegangen.

MS: Eure erste CD „ The day the sun went out“ wurde vor ein paar Wochen wiederveröffentlicht als Remastered-Version, weshalb und seid ihr jetzt zufrieden mit dem Sound der Platte?

C: Ah…, bei der ganzen CD weiß ich nicht so. Ich meine wir haben sie damals aufgenommen mit max. 1200$, und wenn du auf dieser CD einen Übergang von hartem Gitarren-Sound zu ruhigerem hörst, passt das alles nicht so wunderbar. Die Firma die die CD ursprünglich veröffentlichte ging pleite, und wir wollen nicht das es „Sammelstücke“ von uns gibt, mit denen der eine vor dem anderen posen kann, von daher haben wir die CD über unser jetziges Label noch mal veröffentlichen lassen.

MS: Mögt ihr es Autogramme zu geben oder findet ihr es lächerlich?

J: Ich mag es nicht unbedingt, vielmehr würde ich mit den Leuten einfach ein bisschen reden. Ich persönlich habe nie nach einem Autogramm gefragt…… nein halt das stimmt nicht, ich habe einmal nach einem gefragt, aber das war für Nathan, denn er war zu schüchtern (lacht). Aber ich würde Autogramme mit einem Lächeln geben, da es anderen Leuten wohl etwas bedeutet.
C: Es fühlt sich schon komisch, aber wenn es jemanden einen tollen Tag beschert, dann werde ich das natürlich machen.

MS: Ihr habt ja eine harte Zeit durchgemacht über die letzten Jahre, was war der Hauptgrund, dass ihr als Band zusammengeblieben seid?

J: Wir sind alle Heroin abhängig und Nathan ist unser Dealer und er würde uns den Stoff nicht geben, wenn wir nicht weiterhin zusammen spielen würden. (alle lachen)
C: Ja das stimmt allerdings. (lacht) In Wahrheit haben wir uns alle einfach sehr gern, trotz der vielen Unterschiede zwischen uns, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Wir schauen einfach einer nach dem anderen und helfen uns gegenseitig, aber sagen uns untereinander schon nicht mehr, dass wir uns so gerne haben, da es …
J: Schwul ist. (lacht)
C: Genau. (lacht) Es gab viele Zeiten, wo es wirklich schien, dass es keinen Grund mehr gibt für uns hier zu sein, aber wir lieben einfach was wir tun und sind mit Leidenschaft dabei. Vor allem Josh und Nathan wollten einfach nicht dass die Band zu Grunde geht, denn Ich, Matt und Robert hatten oft das Gefühl, dass wir einfach nicht mehr können.
J: Es ist wie bei der Mafia (lacht). Wenn du mal drin bist, kommst du so leicht nicht mehr raus.

MS: Das wars, vielen Dank, hat sehr viel Spaß gemacht mit euch beiden.

C&J: Wir danken dir, bis später bei der Show.